Steffi Dreha-Kulaczewski

Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsklinik Göttingen

Steffi Dreha-Kulaczewski hat die Hirnwasserflussdynamik untersucht und eine bedeutende Entdeckung gemacht: Atmung treibt den Hirnwasserfluss an.

Bislang galt die Herzpulsation als der entscheidende Antrieb. Mit der neuartigen Methode der Echtzeit-MRT konnte das Team um Steffi Dreha-Kulaczewski jedoch die Einatmung als den eigentlich dominierenden Motor des Hirnwasserflusses im Menschen identifizieren. Überraschenderweise fließt hier unmittelbar beim Luftholen das Hirnwasser nach oben, also in den Kopf und in das Gehirn hinein. Gleichzeitig, und das konnten sie im knöchernen Wirbelsäulenkanal des Halses messen, gelangt mehr Blut durch die Venen aus dem Kopf und weiter zum Herzen. Dieses fein abgestimmte Zusammenspiel von Blutfluss und Hirnwasserdynamik wird durch Einatmung entscheidend angetrieben. Steffie Dreha-Kulaczewsi und Team vermuten, dass z. Bsp. eine Störung dieses Zwischenspiels einigen der Hydrozephalusformen zugrunde liegt und untersuchen z. Zt. entsprechende Patienten.