Hydrocephalus erforschen, verstehen, behandeln

Hydrocephalus ist auch heute noch eine bedeutsame und für die Betroffenen folgenschwere Erkrankung, deren wissenschaftliche Erforschung zwar stetig Fortschritte macht, die uns aber immer noch große Rätsel aufgibt. Das Krankheitsbild Hydrocephalus ist komplex und intellektuell anspruchsvoll. Gleichzeitig ist diese Erkrankung für Wissenschaftler im Vergleich zu anderen Forschungsfeldern eher unattraktiv.

Mit der Pensionierung von PD Dr. Alfred Aschoff verließ im November 2010 ein ganz besonderer Arzt und Wissenschaftler das Parkett der Hydrocephalus-Forschung.

Er ist berühmt für seine 1995 publizierte Habilitationsschrift, seine lauten Forderungen an die Industrie zur Verbesserung der Ventiltechnologie und nicht zuletzt für seinen besonders menschlichen Umgang mit Patienten. PD Dr. med. Alfred Aschoff hat viel bewegt in der Hydrocephalus-Forschung.

Mit diesem Preis soll die Arbeit von Herrn Aschoff geehrt werden. Vor allem aber möchten wir - die Christoph Miethke GmbH & Co. KG und die Aesculap AG - als Initiatoren jeden, der mit Hydrocephalus zu tun hat, anspornen, auf dem Gebiet des Hydrocephalus weiter zu forschen und/oder sich zu engagieren. Wir möchten im Sinne von PD Dr. med. Alfred Aschoff und aller Betroffenen dafür werben, sich für eine verbesserte Behandlung des Hydrocephalus einzusetzen und den betroffenen Patienten das Leben leichter zu machen. Forschung und Wissenschaft sind zwei wichtige Bereiche, aber längst nicht alles. Pflege, Kommunikation, Aufklärung und persönliches Engagement im täglichen Leben dürfen dabei nicht vergessen werden.

Als Industrie der Medizintechnik haben die Initiatoren dieses Preises einen hohen wissenschaftlichen Anspruch, der auch eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der eigenen Arbeit bedeutet.

Als produzierende Industrie haben sie aber auch - anders als viele Zweige der Wissenschaft - die Möglichkeiten und vielleicht auch die Verantwortung, sich von Gewinn und Marketingstrategien zu lösen und die Wissenschaft und die Gesellschaft zu fördern. Sie steht zwischen den Zweigen Wissenschaft, Gesellschaft, Entwicklung und Umsatzzielen. Und in dieser Position besitzt sie die besondere Freiheit dem Einen oder Anderen näher zu sein.

Der Aschoff-Preis ist eine Chance, hier die Initiative zu ergreifen und Anreize zu schaffen, diesem bislang vermeintlich unattraktiven, aber tatsächlich hochkomplexen, vielerseits noch unerforschtem und für die Betroffenen durchaus herausfordernden Krankheitsbild mehr Aufmerksamkeit innerhalb unserer Gesellschaft zu widmen.